Atelier-Blog

April 2014, Kalenderblatt

27. März 2014 11:57 : Farbe & Form

in meiner unermesslichen Güte zum Download zur Verfügung gestellt,

gerne auch – OHNE jedwelche Veränderungen am Design/ Signatur – teilbar.

Kal-April-2014

Din A 4, Vorlage: Vikings 2014, Bleistift, Kohle, Marker, Wasserfarbe & Photoshop ©www.asatruart.de 2014

Kommentare sind geschlossen

Clive Standon “Rollo/ Vikings”

18. Februar 2014 16:42 : Farbe & Form

Rollo-Bild+Vorlage

Kommentare sind geschlossen

Thorin Oakenshield

24. Dezember 2013 08:37 : Farbe & Form

Thorin-OakenshieldGrafit, Blei, Tusche, “Filzer”, Wasserfarben & Photoshop

Kommentare sind geschlossen

Hrafnáss „Rabengott“

9. Dezember 2013 13:07 : Farbe & Form

raven-on-odins-shoulder

Kommentare sind geschlossen

Galadriel

29. November 2013 21:27 : Farbe & Form

galadriel

Kommentare sind geschlossen

fotoausBeute 2013, I

26. November 2013 09:03 : abLichtungen

bevor 1000de von Fotos der Löschung zum Opfer fallen, der eine und andere augenBlick fest-gehalten. “Ge.schossen” vom Gatterich, Junior und mir

Himmelpfort

DSC_0170DSC_0184

DSC_0205

Ukranenland

DSC_0460DSC_0489Zuhause am See

DSC_0190

 

 

Kommentare sind geschlossen

Galdr – Runengesänge: Hagalaz

20. November 2013 07:30 : KlangFarben, Runen

Das Runen-Singen geht in und arbeitet mit der Kraft der Rune. Die entsprechenden und selten “schönen” Resultate fallen unter “Ge-Craft.el”. Hagalaz entstand in Zusammenarbeit mit Ri na Sidhe.

http://vingolf.asatruart.de/wp-content/uploads/2013/11/Hagalaz.mp3

auch auf Soundcloud einhörbar unter: https://soundcloud.com/asatruart/hagalaz-by-asatruart-ri-na

hagalaz-k

Kommentare sind geschlossen

Gimli

20. November 2013 07:21 : Farbe & Form

 

gimlivon Fotovorlage, Bleistift, Kohle, Feinliner, Photoshop, November 2013

Kommentare sind geschlossen

Legolas

20. November 2013 07:19 : Farbe & Form

Legolas

 

von Fotovorlage, Bleistift, Kohle, Feinliner, Photoshop, November 2013

Kommentare sind geschlossen

Das erWachen des Lepolac du Llain

3. November 2013 09:35 : KlangFarben

Es war mal wieder stärker als ich. Absehbar. Und nun prassele ich mit dem MagixMovieMaker Prädikat: spitze, bereichernd und empfehlenswert! …. das Spiel mit den KlangFarben bereitet mir ungemeine Freude! Evtl kommt dann i-wann auch Können hinzu ;-) Bis dahin.. reite ich auf den bunten Schwingungen über den Regenbogen in mein Innerstes, hole etwas rosafarbenen Feenstaub hervor, werfe ihn großzügig, auf dass das dunkle Wolkengrau ein wenig grummelt (Graue Wolken halten rosa Feenstaub für unschicklich) und vertraue Euch ein Geheimnis an… von einem Leprechaun, der sich eines Tages an sich selbst erinnerte und so-mit er-wachte….

 

 

Kommentare sind geschlossen

Wodanaz

7. September 2013 15:53 : Farbe & Form

odin-Moon-PK

 

Einen Kommentar hinterlassen»

Firebolgodan Tegtuwetteretä und der mätschic maschrum

6. September 2013 12:34 : Gespinste

“….ich mich wegen dir nicht schämen müsste.”

…es gibt immer wieder so Momente, in denen ich mich frage, welche Lichtjahre zwischen Fremd- und Selbst-Bild des Firebolgodan Tegtuwetteretä liegen. Da stand er vor mir.. dieser winzige Lockenlurchelf, auf den grauen, schulterlangen, ölig wirkenden Locken einen winzigen Zylinder, der sicherlich schon weitaus bessere Zeiten gesehen hat. Die grünpockigen krummen Beine steckten in einer Nadesltreifenhose über der sich sein grüner Froschwanst beachtlich wölbte. Und natürlich der obligatorische, verlauste Frack. Mit Schwalbenschwanz. In dem er ständig mit seinen kleinen Absatzstiefelchen hängenblieb. Durch das glaslose Monokel – jaha, Sie lesen richtig: glaslos. – blinzelten mich seine gelben Augen böse an. Ich beschloss, ihn zu ignorieren. Im Grunde genommen ist das Beste, was Sie tuen können, wenn Ihnen Personen, die nicht existieren; es wirkt allerdings auch äußerst gut bei Personen, die existieren; also das Beste, was Sie tuen können ist,insofern man Sie unangenehm penetriert: ignorieren. Betont gelangweilt drehte ich mich in meinem Bett um, zog mir die Bettdecke weit über die Ohren und überlegte wie ich mein Desinteresse optimierter zur Schau stellen könnte. Zufrieden begann ich mit dem rechten Fuß zu wippen, den ich als eine Art organischen Periskopes provokativ unter der Bettdecke hervorstreckte. I-Tüpfelnd begann ich zu summen. Ich summte mich geradezu in Höchstform, als ein stechender von meinem großen Zeh ausgehender Schmerz mich in die Gegendwart forderte. Als ich eben nach dem armen, großen Zeh greifen wollte – natürlich saß ich jetzt im Bett – erkannte ich Firebolgodan Tegtuwetteretä, der meinen Fuß umschlungen hielt wie ein Gogogirl die Stange, frenetisch nagte er mit seinen kleinen, spitzen Zähnchen an meinem Zeh herum, während seine gelben Augen mich gehässig glitzernd musterten. Ohne groß nachzudenken, schlug ich ihn weg, wischte ihn mit einer Handbewegung hinfort, um heulend meinen blutenden Zeh zu untersuchen. “Du bösartiges, widerwärtiges Ding,” schimpfte ich. Gewurschtel hinter dem Nachtischschrank ließ mich erahnen, wo ich das renitente Lockenlurchenelfding hin befördert hatte. “Das ist nicht lustig,” beharrte es dumpf, um kurze Zeit später murrend und mit diversen Staubflocken versehen, wieder auf meine Bettdecke zu hüpfen auf der er in einem gewissen Sicherheitsabstand zu mir verharrte. “Glotz mich nicht an,” zischte ich, froh, dass der stechende Schmerz im Zeh langsam nachließ. “Und überhaupt”, fuhr ich noch immer wütend fort, “verzieht dich. Du bist hier nicht willkommen. Auf Nimmerwiedersehen, adieu, tschö mit ö, daswedanja, zieh Leine.”

Wir schwiegen. “Weißt Du”, hob er an. “Nee,” unterbrach ich ihn. “Aber,” begann wiederum er. “Ich will und werde mit Dir nicht diskutieren,” kürzte ich das Ganze ab. “Liebes,” hob er an, ” so geht das mit uns beiden nicht weiter.” Fassungslos starrte ich auf den häßlichen Lockenlurchenelf, der sich mittlerweile auf der rechten Seite, richtiger: auf dem Kopfkissen, ausgestreckt hatte. “Das ist vollkommen absurd,” murmelte ich in mich hinein,”vollkommen absurd.” “Wir,” führ Firebolgdan Tegtuwetterätä fort, “müssen dringend an unserer Beziehung arbeiten.”

Wissen Sie, manches Mal überkommt mich wirklich das Gefühl im falschen Film zu sein. Um den ganzen Kladderadatsch abzukürzen sprang ich kurzerhand auf, um in den Nebenraum zu eilen, in dem sich meine Gaderobe befindet. Schnell fanden sich eine Jeans und ein T-Shirt und noch schneller flutschten meine Füße in die offenen Sandalen. Am allerschnellsten jedoch hatte ich das Haus verlassen. Im Eilschritt hechtete ich hinaus an die Sonne. Strahlender Sonnenschein, über mir der Schrei eines Falken. Nach dem ich sicherlich 4 Kilometer gehetzt war, ließ ich mich am angenehm schattigen Waldrand schnaufend fallen. Mit geschlossenen Augen lauschte ich dem Rauschen des Windes. “Aber behaupte nicht,” drang es nervtötend an mein linkes Ohr,” dass man mit Dir Staat machen könnte.” Mir reichte es durchaus das linke Auge halb zu öffnen, um die Situation zu erfassen. “Was willst Du?” fragte ich dieses nervtötende Lockenlurchelfending. Keine Antwort. Wenn Sie wissen, dass Firebolgodan Tegtuwetteretä  in ihrer Nähe ist und Sie hören nichts, werden Sie schnellstens die Augen öffnen. Man ist ja im Grunde genommen mit so einem Lurchenelf immer auf das Schlimmste gefasst. Und tatsächlich verblüffte er mich erneut. Statt eine neue Gehässigkeit auszubrüten, flog er. Nun, seine kleinen Flügelchen hatte ich ja gesehen.. Aber ehrlich? Ich war davon ausgegangen, er habe sie sich nur an seinen kleinen Frack getackert, Angeber, der er ist. Aber er flog. Wäre da nicht der dicke Wanst und die krummen, pockigen grünen Beine gewesen, so wie dieser breite Froschkopf unter dem grauen Lockenwust, hätte man es fast anmutig finden können. Nach einem kleinen Looping landete er recht ungeschickt auf seinen bestiefelten Füßen und strahlte mich selbstüberzeugt an. “Na,” kam es auch wie aus der Pistole geschossen, “wie war ich?” “Sensationell,” resignierte ich.

Das Allerschlimmste an Firebolgodan Tegtuwetteretä ist, dass er existiert, aber das Zweitschlimmste zweifelsohne, dass er mich immer wieder seinem Willen beugt. “Gut,” gab ich zermürbt bei, “Was willst du?”. Strahlend wies er mit seiner kleinen, grünen Lurchenhand zu den Bäumen hinter mir. Umständlich versuchte ich den Kopf zu drehen, konnte jedoch ausser den Bäumen nichts sehen. “Bäume,” stellte ich ironisch fest,” sehr spannend.” “Nein, schau doch nur,” bestand er aufgeregt und fuchtelte weiter mit seiner grünen Winzpranke. Mit einem lauten Seufzer drehte ich mich auf den Bauch und erblickte eine Sammlung von Pilzen. “Aha,” entfleuchte es mir lakonisch. “Guck doch, guck doch,” überschlug sich sein Stimmchen um eine aufgeregte Oktave. “Ich guuuucke doch,” ranzte ich unwillig zurück. “Du sollst sehen,” kreischte es jetzt ungehalten, dass ich die Augen eindrehte. Mittlerweile hüpfte er auf meinem Rücken herum, ich spürte seine kleinen, spitzen Absätze mein Rückgrat hinaufstampfen. Ein kurzer, schmerzvoller Zug an meinen Haar, Gewicht, welches auf meinem Kopf spürbar wurde …und schon hangelte sich der durchdringend nach Algen miefende Lockenlurchenelf an meiner rechten Gesichtshälfte hinab, um kurz darauf mein rechtes Ohr zu ergreifen und hineinzubrüllen “SEHEN”. Kurz vor dem emotionalen Kontrollverlust griff ich das dicke Krötenteil und setzte es auf den Boden zurück. “Treib es nicht zu weit, Freund der Sonne,” drohte ich der häßlichen Unke, dessen grünes Gesicht vor Wut und Aufregung rot angelaufen war.

Mit zusammengezogenen Augen blickte ich in die von ihm aufgezeigte Richtung. An dem im Vorfeld flüchtig gewonnenen Eindruck änderte sich auch bei näherem Betrachten rein garnichts. “Pilze,” fluchte ich und bemühte mich ernsthaft in den Pilzen was auch immer zu erkennen. “Häßliche, stinkende Pilze,” verfeinerte ich das Ergebnis.  “Womit habe ich das nur verdient,” erscholl es nun selbstmitleidig. Umständlich zog Firebologodan ein schmuddliges, spitzenumrandetes Taschentuch aus seinem verfilzten Frack, um laut und umständlich hinein zu schneuzen und sich direkt danach mit dem beschneuzten Taschentuch in seinen Augenwinkeln rumzutupfen. “Was,” stimmte er zu fortgesetztem Klagelied vorwurfsvoll an,” habe ich nur verbrochen, dass ich derart mit Dir gestraft bin?” “Vierfach verblendete Blindnatter,” schossen Worte wie Pfeile an mir vorbei. Ich ließ ihn reden.  …so einen Aufstand zu machen nur wegen ein paar unspektakulärer, gewöhnlicher Pilze. So einen durchgeknallten Lockenlurchenelf sollte man einfach reden lassen. Das ist das Beste, was man tuen kann. Und weghören. Entschlossen weghören. Alles andere macht ja eh keinen Sinn, oder was meinen Sie?

11enmushroom

im Vorbei-fluch hinkgekritzelt, verdammter Firebolgodan, verdammmter, bin doch nicht seine Tippse, bin ich doch nicht. //  Abteilung Entwurf, Idee, Rohling

Kommentare sind geschlossen

Die Geschichte von Dragdim bzw.: warum die Menschen ihre Götter und Gefühle verloren haben

31. August 2013 20:11 : Gespinste

Loki

… es war einmal vor garnicht langer Zeit – ein Planet namens Dragdim. Naja genaugenommen hieß der eigentlich Midgard bis es dann zu der Katastrophe gekommen war. Loki hatte mit den Menschen eine Wette abgeschlossen. Entweder, sie schafften es, einem Dämon ins Gesicht zu schauen und würden mit Reichtümern und Macht überhäuft, oder aber, wenn sie denn verlören.. nun, so gingen sie in den Besitz des Dämons über. Die Menschen – von jeher gierig und gefräßig, maßlos, gottlos und selbstüberheblich – ließen sich auf diesen Deal ein. Nun, so besprachen sie, wenn denn der Dämon vor ihnen stünde… dann würden sie ihn schon als geschlossene Armee bezwingen, immerhin hätte ja Deutschland auch Portugal im Viertelfinale und die Türken im Halbfinale 2008 besiegt. Und dem seltsamen Argument schlossen sich selbst die anwesenden Portugiesen und Türken an, denn es bestärkte sie alle in ihrem Wunschglauben und der Überzeugung, den Trickster Loki austricksen zu können. Aber Loki wäre nicht Loki, wenn er nicht Loki wär – und als dann die Stunde der Wetteinlösung geschlagen hatte und sich alle in der Lichtung des Haines einfanden, um sich halbmondförmig um den Steinkreis herum zu setzen, da geschah erst einmal garnichts. Bedrückt saßen die Menschen im matten Mondlicht, doch als weiterhin nichts passierte, wurden sie unruhig und murrten bis denn endlich ein dumpf grollendes Motorengeräusch das Nahen Lokis ankündigte.

Elegant lenkte er seinen schwarzen Bugatti inmitten auf den Heiligen Hain, um sich in einer auffällig langsamen, dabei unvergleichlich eleganten Bewegung aus dem Auto zu schwingen. Er lächelte in die Runde, zeigte entschuldigend auf seine sportiv-elegante Bekleidung, strich sich selbstgefällig durch das gegelte Haare und säuselte etwas von einem Golf-Match, welches die Verzögerung bedinge. In seiner typisch geschmeidigen beinahe weibisch anmutenden Art tänzelte er auf den großen, querliegenden Findlung inmitten des Steinkreises zu, ließ sich auf ihm nieder und entnahm einer silbernen, kleinen Schatulle eine Zigarette, die er sich mit einem Harley-Davidson-Zippo, welches er sicherlich Odin entwendet hatte, anzündete. Von der aufgeregten Blondine mit dem tiefen, hochgepushten Dekollete, die ihm überdreht laut kichernd einen Kelch mit edelstem 45er Mouton Rothschild reichte, nahm er keinerlei Notiz. An dem Kelch nippend, die Asche schnippend, blickte er mit langsamen Blick in die Runde wärend sich seiner schöner Mund zu einem häßlichen Lächeln verzog.

Einer von den jüngeren Männern, der Loki nur vom Hören-Sagen kannte und dem die allgemeine Aufmerksamkeit, welche die anwesenden Damen dem aalglatten Dandy entgegenbrachten, äußerst zuwider war, schnauzte aus dem Dunkel der hinteren Reihen, er wisse nicht, was das alberne Spektakel solle, im Fernsehen liefe ein Länderspiel und das empfände er spannender als einem Lackaffen beim Weintrinken zuzusehen. “Nun”, sprach Loki, wärend seine linke Augenbraue in die Höhe hüpfte und seine Lippen sich zu einem höchst amüsierten Grinsen kräuselten: “Wie recht er hat, der junge Freund, wollen wir unsere Zeit nicht im Müßiggang vertrödeln” drückte die Zigarette auf dem Findling aus und seine Hose glattstreichend erhob er sich. Wärend er sich mit spitzen Fingern unsichtbare Fädchen von dem auf der linken Brustseite seines Pullovers angebrachten Shadow Creek-Golfclub Abzeichens zupfte, hantierten zwei schemenhafte Hünen am Kofferraum seines Wagens. Beide gemeinsam einen fast mannshohen verhüllten Gegenstand tragend traten sie zu Loki in die Mitte des Steinkreises, stellten den Gegenstand aufrecht und posierten sich die Arme verkreuzend, stoisch den Blick ins Nichts gewendet zur Rechten und zur Linken.

Wieder wurde unwilliges Gemurre laut, nur die Älteren zischten ängstliche “Pschts”. Was indes den jungen Mann von vorhin nicht davon abbringen konnte selbstgefällig um sich zu blicken und offensichtlich alkoholisiert provozierend zu rufen “Und was gibt das jetzt? Die Enthüllung der Skulptur einer nackten Angela Merkel?” Sein dröhnendes Gelächter ging in betroffenen Schweigen unter, doch Loki bedachte ihn mit einem sanften Lächeln “Je nachdem…” antwortete er sehr freundlich und enthüllte mit einem Zug an einer Kordel einen Spiegel. Es war ehrlich gesagt kein besonders hübscher Spiegel. Nicht, dass er häßlich gewesen wäre, nein, das nicht, aber irgendwie hätte man von Loki ein anderes Kaliber erwartet. Irgendetwas stillvolles, ja antikes, oder zumindest etwas avantgardistisches. Aber nein, ein einfacher, schlichter Spiegel in einer schlichten Silberumrandung, die sich bei genauerem Hinsehen als eine Folie entpuppte, welche sich an einigen Stellen zudem bereits löste.

Die Spannung, die sich unübermerkbar fast bis ins Unerträgliche gesteigert hatte, als Loki zu der die Verhüllung haltendenSchnur griff, wollte nicht wirklich weichen. Ein Spiegel? Nicht mehr als ein Spiegel? Nein, diesem Frieden war nicht zu trauen.. und sicher nicht Loki, jenem gefallenen Engel, jenem apokalyptischen Amokreiter, jenem neidischen Günstling, der niemanden ein Glück gönnte, welches ihm nicht selber beschert… Nur ein Spiegel? Doch Loki lächelte freundlich, nippte erneut an seinem Mouton Rothschild, nickte auffordernd in die Runde: “Nun, wer mag der Erste sein?” und sein Blick suchte forschend im Dunklen jenen trunkenen Provokateur, der sich zu diesem gebotenen Profilierungsduell vor versammelter weiblicher Belegschaft nicht zweimal fordern ließ. Ein Klacken verkündete das Öffnen einer Bierdose und schon taumelte aus der Dunkelheit der hinteren Reihen ein durchaus gutaussehender junger Mann, Im Nahen leerte er die Bierdose in einem Zug, um sie achtlos fallen zu lassen. Zielstrebig und um eine aufrechte Haltung bemüht, schritt er an Loki vorbei, bedachte ihn mit einem kindischen, wie verächtlichen “Pah” und stellte sich die Hände in die Hüften stemmend vor den Spiegel. “Na Mister Oberbörsensupermacker, wo ist dein Dämon” höhnte er nun von seinem eigenen Mut angestachelt. Doch Loki – wieder lässig auf dem Findling sitzend, wies mit einer eleganten Bewegung auf den Spiegel: “Voila…”. Ein wenig verunsichert war der junge Mann nun schon und blickte von dem Spiegel zu Loki, wieder zu dem Spiegel und konnte ein Stottern nicht verbergen, als er nachfragte “Ich soll in den Spiegel schauen?” Und Loki bestätigte gedehnt …: “Sil vous plait, monsieur”…

…so schaute der junge Mann in den Spiegel und es schien als hielte die Welt den Atem an. Nun, die versammelte Menschenschaft tat es sicherlich, aber es war auch kein Rauschen der Blätter zu vernehmen, die sonst ewig zu der Melodie des Windes tanzten, selbst der Ruf des Käuzchens verstummte in der tosenden Stille – in der sich das ängstliche Klopfen aller Herzen zu dem Gesang einer einzigen, schrecklichen Trommel verband. Der junge Mann stand mit dem Rücken zu den Versammelten – doch – wie alle in ihren Schreckensvisionen assoziierten – began er nicht zu schreien, keinen Veitstanz, er hielt sich auch nicht die Hände vor das Gesicht, nein, er ließ nur leicht Kopf und Schultern hängen und verließ leise den Hain, um in den Wald zu entschwinden. Nun, so dachten einige, da wird er zur Besinnung gekommen sein, sich schämen, geschiet ihm recht und so mutig geworden traten sie nacheinander vor und verließen nacheinander die Lichtung Richtung Wald.

Als der letzte in den Wald verschwunden war, öffnete Loki seine Zigarettenschatulle und bot sie den beiden Hünen an, die bei näherem Hinsehen eine kaum zu übersehende Ähnlichkeit mit den Klitschko-Brüdern aufwiesen. Schweigend rauchten sie in stiller Eintracht ihre Zigaretten. Endlich lehnte sich Loki auf einem Arm zurück, ließ den Kopf weit in den Nacken fallen und schickte einige Rauchkringel hinauf zu den Sternen, deren Tränen sich unbemerkt in den einsetzenden Regen vermengten. Jovial schlug er mit beiden Händen den Männern zu seiner rechten und linken auf die Schultern: “Eigentlich, meine Freunde, eigentlich ist es doch eine Schande”… Ihr tosendes Gelächter war bis in alle Neun Welten zu hören, es erschütterte das Sein bis in die letzte tektonische Pore. Das einsetzende Desaster wurde später in den Alten Schriften des kommenden Reiche Dragdims als “Bugatti Loki” geschildert. In der Überlieferung der Eiligen Schrift würde es viel später heißen, ein gewaltige Sintflut habe die Welt erschüttert, doch einige Lebewesen vom Heiligen Hain hätten sich in Lokis Bugatti flüchten und retten können … aber wie das nun mal so ist mit Geschichte – stets ein Konglomerat aus dem sehr schwachen Erinnerungsvermögen der Menschen und der Publicitystrategie der Macht beanspruchenden Herrscher…

Der in einer Baumkrone versteckt kauernde Gnom Rick Alber schaute kopfschüttelnd den drei Männern nach, wie sie lachend in den Bugatti stiegen und von dannen brausten. Nun, es kümmerte ihn nicht wirklich, was mit den Menschen geschah, grübelte er, als er sich seine lange Pfeife stopfte und anzündete, aber ohne Menschen würde es deren Träume nicht mehr geben und ohne ihre Träume wäre es auch mit so Phantasiegestalten wie ihm und seinem Volk nicht mehr lange hin und deswegen beschloß er, zu handeln. Noch am selben Abend verschickte er eine e-mail an Thur Hrimsen. Er hatte den Isländer einst kennengelernt, als er im Internet ein Eistortenrezept ergooglen wollte und dabei in einem Eisriesen-Forum landete. Man muss nämlich wissen, dass Zwerge sehr gern und ja, das muss man ihnen lassen: auch wirklich gut kochen, backen und noch viel besser leckere Naschereien zubereiten. Eine der ausgesprochenen Schwächen der Zwerge – und dies zu wissen wäre sicherlich für so manchen Helden der Vergangenheit ein unbezahlbarer Trumph gewesen -  indes ist ihr Hang, sich gegenseitig beim Erstellen kulinarischer Süßgenüsse zu übertrumpfen. Die Dunkelziffer des Anteiles von Zwergen beim Kauf von Kochbüchern liegt bei relativ exakten 37,6294%. Da Zwerge indes offiziell überhaupt nicht existieren, werden sie nicht als Zielgruppe definiert und kalkuliert. Ein Fehler.  Aber zurück zum Geschehen. Thur Hrimsen, der Administrator des von dem Gnom Rick Alber wegen eines Rezeptes kontaktieren Forums und Vorsitzender des Vereinigte Eisriesen Nord Nord Nord E.V., klärte das Missverständnis schnell und sympathisch auf – man ging lachend auseinander, nicht ohne sich zukünftige gegenseitige Hilfestellungen zu versichern. Rick Alber war sich nicht sicher, in wie weit er sich auf dieses Freundschaftsangebot verlassen konnte , aber er war sich zumindest sicher, dass die jetzige Situation keine Hypothesen über Zuverlässigkeit zuließ und Handlung angesagt war. Kaum abends in seiner Baumstube angekommen, setzte er sich an seinen Laptop und verfasste also eine e-mail an den Bekannten aus dem Netz.

…und sein Eindruck von dem virtuellen Bekannten sollte sich vorerst als richtig erweisen, auch wenn Rick Alber ein mulmiges Gefühl nicht loswerden wollte. Es wurden noch einige e-mails gewechselt und Telefonate geführt, doch bereits zwei Tage später fuhr ein riesiger Truck vor, der eine Mischung aus Trekkingmobil und Funkwagen darstellte. Thur Hrimsen hatte den gesamten Vereinsvorstand mitgebracht und als diese baumlangen Kerle, die allesamt aussahen wie eine ungelungene Mischung aus Golem und Frankensteins Monster Rick Alber aus ihren blassblauen Augen anglotzten, da war er einen Moment tatsächlich verunsichert, ob es der Lage zweckdienlich war, diese Fremden um Hilfe zu bieten. Aber da sich die Situation nicht noch weiter verschlimmern konnte und nun eh nichts mehr zu ändern war, bat er die Hünen in seine Baumhütte. In einer Lagebesprechung waren sich alle einig darin, dass Loki den Menschen mit dem Spiegel ihre eigenen Schatten präsentiert hatte. Und da die Wette für die Menschen verloren war, würden sie nun von der Dunkelheit ihrer verdrängten Schatten verschlungenen. “Sie sind so gut wie tod”, jammerte Rick Alber. Das Gejammer des Gnoms interessierte die Eisriesen nicht, sie bewaffneten sich mit Eispickeln und allerlei seltsamen Gerätschaften, um dann als Zerrbild übergroßer Holzfäller entschlossen in den Wald zu stapfen. Sie brauchten nicht lange, die Menschen einzusammeln. Eingefallen, ausgemergelt, mit toten von tiefen, schwarzen Augenringen umgebenen Augen ähnelten sie nur Hüllen und Thur Hrimsen bestätigte Rick Alber den fürchterlichen Verdacht, dass sie auch tatsächlich nicht mehr als ein Schatten ihrer selbst seien. Verächtlich trat er in in die welken Fleischhüllen und dröhnte mit seiner tiefen Bassstimme, die Menschen seien noch nie mehr gewesen. Einzig der Atem der Götter haben ihnen Geist und Seele verschenkt. Doch jenen Geist hätten sie verraten, als sie sich in ihrer Überheblichkeit der eigenen Dunkelheit schenkten, jenem Satan, den es nie in den Hallen der Götter gab und der doch nur im inneren der Menschen wohnt. “Aber so geht das nicht, Ihr müsst etwas tuen”, winselte der Zwerg, “wenn die Menschen sterben, dann sterben ihre Träume und mit den Träumen auch mein Volk.” Und, um dem Handlungsbedarf Nachdruck zu verleihen, fügte er inbrünstig hinzu “Und IHR”.

Thur Hrimsen und seine Männer brachen in schallendes Gelächter aus. “Nein, mein Freund” wandte sich der Vorsitzende Eisriesen Nord Nord Nord e.V. an den Gnom:”Euer Volk stirbt, aber wir kommen aus der Zeit vor der Zeit – und die Existenz des Menschen und seine Wahrnehmung mag daran nichts richten”. Doch Thur Hrimsen war ein Eisriese wie aus dem Buche. Die Götter waren nicht gerade seine besten Freunde, zu oft war er von Loki beim Poker über den Tisch gezogen worden und auch Thor hatte er diese Geschichte zu Samhain nicht vergessen, als jener mit seinem Hammer das Vereinshaus kurz und klein geschlagen hatte. Er wühlte sich mit beiden Händen in Bart und Haaren, kratzte sich an seinem dicken Bauch und schmiedete einen Plan…. Verwundert beobachtete Rick Alber wie die baumlangen Kerle die Menschen in einer langen Reihe sorgfältig nebeneinander legten. Ganz am Anfang der Reihe stand Thur Hrimsen, nahm noch einen tiefen Schluck Jim Beam, um sich dann ächzend niederzubeugen und dem ersten Menschen einen Kuss auf die Stirn zu drücken. Und so fuhr er fort, von Mensch zu Mensch. Als er schließlich fertig geworden war, stemmte er zufrieden seine großen Fäuste in die Seiten und klatschte kurz darauf in seine übergroßen Hände. Wie auf einen Schlag war ein gewaltiges Klirren zu vernehmen, ja ein Splittern, so, als ob Glas zerspränge. Ängstlich drückte sich Rick Alber am Rande des Geschehens und fragte zitternd einen der großen Kerle, was denn da um der Götter Willen nur geschehe. Mirko Bergel, ein besonders übel ausschauender Bursche, wandte sich dem Winzling zu, verkündete ihm, dass Thur den Menschen gerade seinen Atem eingehaucht habe. Jenen eisigen Odem, der selbst den letzten Schatten erfrieren ließe. “Ja und… ja aber…. aber werden sie denn nun wieder zu Leben erwachen ?” stotterte der Zwerg. “Natürlich werden sie wieder zu Leben erwachen” bestätigte Thur Hrimsen. Doch er verriet dem kleinen Mann nicht, dass nicht nur ihre Schatten, sondern auch alle ihre Gefühle abgestorben waren, sie sich kaum erinnern können und zukünftig den falschen Gott – nämlich Loki – anbeten würden.

Und die Moral von der Geschicht? Eisriesen küsst man nicht. Naja, man sollte halt keine deals mit Göttern, Halbgöttern oder Riesen machen. Ihre Moral ist doch eine sehr eigenwillige, insofern man da überhaupt von Moral sprechen kann. Ein Zwerg müsste es eigentlich besser wissen. Es ist zum Mäusemelken. Nein, es ist nicht nur zum Mäusemelken, es ist wirklich tragisch. Aber immerhin wisst Ihr jetzt, warum die Menschen zu keinen Gefühlen mehr imstande sind und ihre Götter verloren. Man sollte seine Schatten nicht verdrängen und die Götter nicht verleugnen. Nein, das sollte man wirklich nicht tuen. Sieht man ja, wohin das führt.

© Falkin/ KaosKobra – 09.09.2008

Kommentare sind geschlossen

KlangFarben

31. August 2013 12:06 : KlangFarben

Bild & Ton © asatruART*

…die verschiedenen Signaturen (Falkin, Kaoskobra, NG stammen von astruART = Nana vom See und kennzeichnen diverse unterschiedliche künstlerische Phasen & Projekte)

Kommentare sind geschlossen

Athanor

28. August 2013 04:13 : Farbe & Form

Athanor
…ein wunder-voll be-reicher-ndes, über die Hexenschmiede realisiertes Seminar von 1804  – ebenfalls re.launchens- wieder-be.lebens-wert! *notiert*

Kommentare sind geschlossen

schat10

26. August 2013 19:43 : Farbe & Form

shadow_sig

Kommentare sind geschlossen

er-Schöpfung

26. August 2013 19:37 : Farbe & Form

erschoepfung

Kommentare sind geschlossen

Freyja, drottning min

26. August 2013 19:36 : Farbe & Form

freyjadrottningmin

Kommentare sind geschlossen

com-post.vitam

26. August 2013 19:35 : Farbe & Form

compostvitam

Kommentare sind geschlossen

Weltgeheimnis

26. August 2013 13:57 : Farbe & Form

weltgeheimnis

Kommentare sind geschlossen

Aettir – Uruz

22. August 2013 18:34 : Farbe & Form

Uruz (ᚢ) ist die zweite Rune des älteren Futhark und des altnordischen Runenalphabets mit dem Lautwert u. Der rekonstruierte urgermanische Name bedeutet „Auerochse“ und erscheint in den Runengedichten als altnordisch und altenglisch ūr bzw. gotisch uraz.

uruz-gr

Kommentare sind geschlossen

Odinskind

22. August 2013 06:46 : WortBilder

… im tiefen Fall
da ward verloren – alles was ich bin
jene Rüschen, Zirbeln, Schrunden
jener alten schlechtverheilten Wunden,
jener Spuren, die das Leben schrieb
in vielen eitlen Episoden
die wie eines Schwertes Hieb
ihre blutigen Bahnen zogen
auf dem weißen Seelenleib.

…auf einem kargen Ästlein Yggdrasils
verloren, nackt, jeder Illusion beraubt
kauer fröstelnd ich in den kalten Weiten
mag keinen Schritt mehr tuen, nicht weiterschreiten
Mein Blick ist von den vielen Sichten blind.
Hier bin ich Wodanaz, Allvater
Dein nacktes, dummes, töricht Kind
hast mir genommen, alles, was ich bin
selbst die Hoffnung jemals mehr zu sein
als eine Närrin meines Pfades.

Mein Tränenfeuer ist längst erstickt
schaff kaum mehr meinen Kopf zu heben
hab in mir keine Hoffnung mehr,
kein Funken, kein leidenschaftlich Streben,
bin müde, meiner Kraft beraubt
Das einzige was mich am Leben hält
ist ein Herz, dessen Stimme mit jedem Schlag
Deinen Namen haucht: Wodanaz, Allvater..
Odin tönt es tief aus meinem Innen

Sinn habe ich vergebens gesucht
in jenen weitverstrickten Labyrinthen
durch die ich irrte, rannte, atemlos
und auch im Verharren nie erkannte
was mich in dieses grausame Schicksal bannte
und dennoch nehm all dies ich an
denn jeder Schritt auf meinem Dornenweg
und jener Nornenstrick um meinen Hals gelegt
führt hin zu Dir, zu Dir

(…gedankengesplitterte und nie voll-endete Mega-Rohversion): ©Falkin

Kommentare sind geschlossen

Freyjas Feuer

22. August 2013 06:45 : WortBilder

Freyjas-Feuer

Feuer
Flamme
lodernd Blick
vertieft in Deine Augen
es gibt kein Zurück
Du entzündest den Funken
Herdmutter mein
füllst mein Herz mit Liebe
linderst alle Pein
Dich rufe ich an
tauche tief in Dich hinein
tränenschöne Kriegerin
lass von Deinem Feuer mich küssen
auf Deinen Schwingen
die niederen Grenzen des Ego bezwingend
steige steil aus den Tiefen des Seins ich empor
lustvoll der Schrei des Falken
durchdringt alle Welten,
mahnend, er-innernd, frey – ja

© Falkin 2008

Kommentare sind geschlossen

Im Brunnen der Hel

22. August 2013 06:37 : WortBilder

sambuco-nero

Du
Hell
Holde
Holle
Mutter
Alte
Greisin

dort stehst Du am anderen Ende des Tunnels
Deine knochigen Arme ausgestreckt
um Willkommen zu heißen,
wem Du die dunkle Wiege bestimmt
jenes Grab
dessen Gebieterin Du bist
Königin der Unterwelt
Hüterin der Träume

Du bist die Hölle
das Helle
das Licht in der Dunkelheit
die schwarze Sonne
die die Schwärze durchbricht
und sie erstickt

Du
Sängerin des Schweigens
Bergerin allen Wissens
aller Geheimnisse
Du
un-endliche
Du
Gnade
Du
Unbarmherzigkeit
Du
Dein Kuss ist wie der Biss der Viper
giftig
tödlich
befreiend
belebend
Du
Du Seelenfänger- und gebärerin
Königin der Elfenvölker
Du entscheidest wann der alte König
dem neuen weicht
der doch nur eine Wiedergeburt
seiner selbst ist
gewandelt
durch Dich
wenn Du es bestimmst.
wem Du es bestimmst.

Du
Du meines Bruders Mutter
Todesengel, schwarzer Schwan,
dunkler Schoß
der die Unterwelt umarmt
chtonisch Windende
Webende Spinnerin
Du gewaltige Tänzerin
Deine Feuerzungen
umranken Yggdrasil
streicheln
züngeln
wie Schlangen
Du
Medusa
Sirene
Dein Gesang ist tödlich
und so bittersweet
Oh wie Du lockst
umgarnst, umschmeichelst
um hernach alle Masken fallen zu lassen
unerträglich ist Dein Antglitz
und doch so wunderschön
Du
gähnender Abgrund
den nur überlebt
dem Du es gewährst

Grausam bist Du
und voller Liebe
Schicksalsrichterin
auf diesem kalten Thron in Deinem eisigen Reich
(dort am Ende des Brunnen unter dem Hollerbusch)
©Falkin 2008

Kommentare sind geschlossen

Hel.s Hain

22. August 2013 06:36 : WortBilder

Welcome-to-hel

Komm Groß-Mutter, Alte Drachin
führe mich
durch die Gewässer über den Feuern
zu den Ländern hinter den Sternen
damit mein Herz versteht,
dass der Tod das Leben gebiert.

Im Schutz Deiner Umarmung
fliege ich durch die Nacht
auf der Flamme Deines Herzens reitend
und werde dem Tag nicht die Geheimnisse verraten,
die Du mir gebracht.

…und so langsam fange ich an zu verstehen,
wer ich bin, was ich bin – und es auch zu sein.
Ich danke Dir – Süße, Grausame, Wunder-Volle, Hel.

© Falkin 2009

Kommentare sind geschlossen

WOLFSMOND

22. August 2013 06:33 : WortBilder

kk-odin-Moon-PK

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Dunkles Licht in Alter Seele
Disennebel, winde, schwele
auf der Lichtung Mondbeschienen
singt ein Wolf ein altes Lied

Von den Feuern auf den Wassern
von den Winden auf den Seen
singt von jenen Urgestalten
die doch nur das Wolfsaug sehen

Sein Gesang durchdringt die Nacht
beschwört, erinnert, rüttelt wach
ruft die Alten aus den Nischen
und die Antwort echot tausendfach

Vierfüßger Wanderer oh Dein Zauber
hebt auf die Grenzen aller Zeit
öffnet weit die Pforten aller Welten
bietet Hel.s Scharen das Geleit.

Tod und Leben sich vereinen
tanzen wild im Mondenschein
bilden einen Reigen um ihren König,
der zum Sterben ist bereit.

Und die Elfenkönigin hebt das Zepter
schenkt dem König jenen letzten Kuss
der ihn schickt auf seine dunkle Reise
über Sternenmeer und Feuerfluss.

Altes Jahr Du bist vergangen
Altes Feuer zu Asche verglomm
doch die Liebe zündet einen Funken
und das Neue Jahr hat nun begonn.

Dunkles Licht in Alter Seele
Disennebel, winde, schwele
auf der Lichtung Mondbeschienen
singt ein Wolf ein altes Lied.

Wolfsmond © Falkin Samhain 2008

wolfen

Kommentare sind geschlossen

Odin, Allvater…

22. August 2013 06:27 : WortBilder

Deine Liebe…

…ich habe einen Geliebten gesucht … im Außen…
sehnsuchend verloren taumelnd getrieben…
bis hinter die abgründigen Klippen der Weltenmeere,
wo die Regenbogenbrücke Traum und Wirklichkeit erschöpft.. dort…
habe ich mich in Deinem und Dich in meinem Herz wiedergefunden.
Du bist meine Liebe, mein Leben, mein Herr. 

© Falkin 2008


Dein Schutz…

…wenn ich müde bin, dann lege ich mich nieder in Deine Hand
und alles Außen verliert an Belang.
Du bist mein Schutz, mein Herr.

© Falkin 2008


..durch Dich..

..nichts war ich. Kaum mehr als eine einzige, schlecht verheilte Wunde.
Wildes Fleisch. Narbenwülstige Täler, Berge und Schluchten einer Seele
die blind und leer durch die Welten taumelte. Funktionierte. Nicht mehr.
Als Bettlerin tauchte ich ein in Deine Umarmung, empfing Deinen Kuss.
Du hast mich zu der gemacht, die ich bin, mein Herr.

© Falkin 2008


Dein Lachen…

… heute streifte mich ein Windzug
und ganz tief aus mir klang Dein Lachen.
Du machst mich glücklich, mein Herr.

© Falkin 2008


Deine Kraft…

…ich schenke Dir meine Tränen,
die durch Dich zu glühendem Stahl gewandelt
mich Dein liebend Schwert sein lassen.
Du schenkst mir Zuversicht, kraftvollen Mut, mein Herr.

© Falkin 2008


…mit Dir

…mit und in Dir findet meine Seele Heimat.
Dein Herz ist mir die Wiege, schenkt Halt und Kraft.
Dein Geist beschert die Flügel, zu erkunden alle Welten.
Deine Kraft verleiht meinen Wurzeln jedem Sturme Wehr.
Schenk mir Deinen Segen, lass ewig Deinen Atem mich trinken
und jeder Kette zum Trotz werde ich frei sein – in und mit Dir, mein Herr.

© 2008 Falkin


…ohne Dich

…ohne Dich ist meine Seele nackt, mein Herr.

©2008 Falkin

Kommentare sind geschlossen

Wodans Ritt

22. August 2013 06:26 : WortBilder

 

Duester wogen Wolkenschiffe am Himmelsfirmament
Knorrige Äste aechzen traurig, der Eule Schrei Unheil kuendigt – schaurig
Ein achtbeiniges Windsross zaust wuetend der Baeume stoerrisch Haar,
es donnert das Lachen des blauen Rittmeisters – begleitet von seiner Rabenschar.

Rasend schwingt der Wilde Reiter sein Nebel scheidend Schwert.
Er fuehrt das Horn an die Lippen, schleudernd den Gesang der Alten Sippen -
zitternd sich die Acker heben, Haine beben, Menschen-Tiere-leben halten ein,
Stille tosend sich ergiesst bis in das letzte Herz hinein.

Der Schwarze Spiegel im gleissenden Mondlicht ruht
durchdrungen von des Herren Gesang – gleitet des Gewaessers Vorhang zur Seite – bang.
Aus der Tiefe strudelnd, sprudelnd die Oberflaeche zerberstend, bereit -
drei Schatten eines einzigen Wesens antreten ihr Geleit.

Huschend tanzen die schillernden Schemen dreimal dreier Welten -
die Schicksalskriegerinnen nehmen an mit fuerchterlicher Gewalt dreier Maiden Gestalt -
hernach in tausend Funken lichterloher Melodie jaeh zerstiebend in allumfassenden Raum,
gebaerend sich alles ueberragend als des Lebens Baum.

Der Blaue Reiter neigt das stolze Haupt, sein Schicksal anzunehmen.
Es recken sich des Galgenbaum Tentakelarme, ihn zaertlich unnachgiebig zu umgarnen,
zu umwickeln, verwebend, umwinden, an den Ewigen Richterstuhl zu binden,
dem Gott zu rauben sein unsterbliches Leben, es aus Goldenem Faden neu zu weben.

Drei grosse allmaechtig-umfassende Saeulen bilden der Weltenwiegen Leib,
Es webt das Schicksal – im Auftrage des Herren-Sohn – das dreigestaltige Weib,
ohne Zoegern stoesst der Schicksalsger, webt den Faden der Neun Welten,
Neun Naechte vergeben, vergelten – den Reiter heim tragen der Hufe vier Paar…

es donnert das Lachen des blauen Rittmeisters – begleitet vom Gesang seiner Rabenschar.

© Falkin 2008

Kommentare sind geschlossen

Freyja singt

22. August 2013 06:25 : WortBilder
Ich bin, die ich bin seit Anbeginn
Der Funke, das Feuer, welches das Wasser gebaert
Ich bin die Sterne, die Erde, bin Luft und Blut
bin der Gesang, der das Leben schafft
der erweckt, was er erdacht.
Und jeder Gedanke ist ein Teil von mir
und alles Geschaffene ist ein Gedanke von mir
und alles Leben aller Welten pulst meines Herzens Schlag
den Takt, in dem die Gezeiten vergehen und entstehen
- geschaffen, zerstoert, wie ich es mag.

Ich, ich bin der Weltentanz
das Heilige Feuer, der Atem des Drachen,
hinter den Dingen der Seele Glanz.
Ich, ich bin der GebaerMutter Hoehle, Dein Grab
Ich bin der Gesang, der Dich begleitet von Anbeginn,
der Dich erweckt, der Dich erinnert,
der Dich leitet – zu mir hin.

Ich bin der Ruf in Deinem Inneren,
der Dich schlaflos traeumt.
Ich bin die Wiege, die Deinen Wegesrand saeumt.
Ich bin die Hand, die Dich im Sturme haelt,
in jenem, den sie Dir kurz vorher hat beschert.
Ich bin das Schwert, welches Dich vielfach toetet,
der Kuss, der Dich vielfach heilt.

Ich bin der Galgen, an dem Du wirst haengen,
ich bin die Hand, die Dich von ihm er-loest.
Ich bin die Traene, die Dein Herz lautlos schreit,
wenn sie um Erbarmen fleht und die Liebe,
die endlos Dich durchstroemt in jenem Moment
in dem Du beginnst…

…auf diesem Wege fort und wieder hin zu mir
- nach Hause – zu verstehen
es kann kein Moment Deines Lebens vergehen
in dem Du nicht wirst ein Teil von mir sein.
Erinnere Dich Erdling, Du bist mein.

(Du bist mein und Du bist ich.
Und ich bin Du – immerdar.
Ich bin, die ich bin von Anbeginn zu Anbeginn)

© Falkin 2005

Kommentare sind geschlossen

AsenAas

22. August 2013 06:23 : WortBilder

Es ist das Bersekerblut
welches laesst lodern meine Wut
die so vernichtend und verheerend ist

tobt sie ueber Eure Seelenlande, – schatten
krabbelt sie tief in Eure Narrenkappen
schon ist ein weiteres kleines Leben verloren

Ich schwinge die Wortschwerter
in blindem Zorn wuete, vernichte, entrichte
treibe den Blutzoll ein,
gespannt den Bogen des Hohn.

…und dann auf einmal ist es gut
und Ruhe kehrt ein.
Die Raben kommen die Krieger heimzugeleiten
und ich besteige muede mein Pferd.

Kaum eine Narbe mag erzaehlen
was in diesen Schlachten in mich faehrt
in jenen ich unbesiegbar und uebermaechtig
geleitet nur von einer Hand
Euer Leben fuer Luegen, Untreu und Verrat
eintreib als Pfand…

© Falkin 2005

Kommentare sind geschlossen

Brandmal

22. August 2013 06:22 : WortBilder
Als Du mich erhoertest versinkend im tiefsten Seelenblut
da fuehlte ich durch die aetzenden Zungen
der mich auf die Knochen entbloessenden Feuersglut

Deinen Geist, Wodanaz, den meinen verzehren
Deine Seele, Frarid, sich der meinen erklaeren
Deinen Koerper, Fjoelni, den meinen begehren

In diesem verschmelzenden Siedetanz
ich zu Dir – Du zu mir – Grenzen sich aufhebend -
in einem einzigen Zersetzen, Zerfliessen und neu beleben
wurde ich eins – ganz

Den Pakt besiegelt – nimmer ist zu vergessen
ich bin auf ewig gluecklich von Dir besessen
schenkte Dir mein Leben in suesser, verzueckter Raserei
bin Dein willig – was geschieht einerlei

erloest – den Eid geschworen in Blut
Mein Selbst traegt stolz das Brandmal Deines Gut.

© Falkin 2005

Kommentare sind geschlossen

mein wahrhaft Gemuet

22. August 2013 06:21 : WortBilder
…in stillen Abendstunden hab ich gelauscht des Kauzens Ruf,
ich suchte Waerme, Herzen, Liebe…
und doch waren es nur Schatten, die mein Sehnen schuf.
…ich weinte bittere Traenen, fluechtete der Menschenhand,
suchte der Baeumen Krone und alles was ich fand…
war eine Stimme, die bei mir war, die mir versicherte,
dass all diese Tode, mich zu der fuehren, die ich fand.
Oh, ich weiss es nicht, ich versuch zu resuemieren,
war ich fuenf, war ich vier,
doch damals schon trennte mich
mein Jetzt von der Menschen Hier.

Ich lernte das Leben als Spiel zu betrachten,
ja, eventuell, meine Gefuehle zu verachten,
man lernte mich (Gefuehle) zu toeten,
lernte mich distanzieren,
lernte mich der Erdling Mimikry beherrschen,
lehrte mich wurzeln auf allen Vieren.

Nun bin ich – im Hier und Jetzt -
voll Feuer -auch voll Schmerz,
voll Hohn und voll Leidenschaft
und frage mich, was hat es mir gebracht.
Das Leben als ein Spiel zu betrachten,
die Steppenwoelfin schreitet voran
voll Stolz
voll Ehre
voll bewusst der Kriegerin-Bahn.

Oh ja, ich kann laufen,
jagen, ich kann toeten.
Kann ich lieben?
Ein Hunger in mir …
so gierig….
so unersaetlich…
schuert und toetet die Hoffnung in mir.

Das ist die Goettin im Erdlingsgewand,
…woher soll die Kraft ich nehmen,
all das Erleben zu verstehen.
Und langsam schliess ich meine Augen,
tauche ein in Freyjas Schoss,
tauche auf durch Odhinns Augen,
nun erwache ich – werd ich gross.

…tief ritzt er seine, meine Sehnen,
fordert mich zu trinken all sein Blut
und fordert doch im Gegenzug das meine
und ich betrinke mich besinngs-an-diesem-Los

…all mein Weg ist bestimmt von jenen,
denen ich mich hingab.
…durch die ich bin…

Soviele Pfade,
ich bin ihrer mued,
….lasst mich erfahren,
verstehen wer ich bin…
lasst mich erahnen und
ich flehe, lasst mich ertragen,
mein wahrhaft Gemuet.

© Falkin 2005

Kommentare sind geschlossen

das Siegel

22. August 2013 06:19 : WortBilder

das Siegel

Siegel

Odin, All-vater,
ich setze Dich als ein Siegel auf mein Herz
und wie ein Siegel auf meinen Arm.

Dass auch viele Wasser nicht moegen
die Liebe ausloeschen,
noch die Stroeme sie ertraenken.
Noch die Feuer zu Asche diese Liebe versenken.
Die Luft wird stehen still
und die Erde verharren – atemlos.

Ich setze Dich als ein Siegel auf mein Herz
und wie ein Siegel auf meinen Arm.

© Falkin frei nach Hohelied der Liebe, Salomon 8,6


das Brandmal

Als Du mich erhoertest versinkend im tiefsten Seelenblut
da fuehlte ich durch die aetzenden Zungen
der mich auf die Knochen entbloessenden Feuersglut

Deinen Geist, Wodanaz, den meinen verzehren
Deine Seele, Frarid, sich der meinen erklaeren
Deinen Koerper, Fjoelni, den meinen begehren

In diesem verschmelzenden Siedetanz
ich zu Dir – Du zu mir – Grenzen sich aufhebend -
in einem einzigen Zersetzen, Zerfliessen und neu beleben
wurde ich eins – ganz

Den Pakt besiegelt – nimmer ist zu vergessen
ich bin auf ewig gluecklich von Dir besessen
schenkte Dir mein Leben in suesser, verzueckter Raserei
bin Dein willig – was geschieht einerlei

erloest – den Eid geschworen in Blut
Mein Selbst traegt stolz das Brandmal Deines Gut.

© Falkin 2005


AsenAas

Es ist das Bersekerblut
welches laesst lodern meine Wut
die so vernichtend und verheerend ist

tobt sie ueber Eure Seelenlande, – schatten
krabbelt sie tief in Eure Narrenkappen
schon ist ein weiteres kleines Leben verloren

Ich schwinge die Wortschwerter
in blindem Zorn wuete, vernichte, entrichte
treibe den Blutzoll ein,
gespannt den Bogen des Hohn.

…und dann auf einmal ist es gut
und Ruhe kehrt ein.
Die Raben kommen die Krieger heimzugeleiten
und ich besteige muede mein Pferd.

Kaum eine Narbe mag erzaehlen
was in diesen Schlachten in mich faehrt
in jenen ich unbesiegbar und uebermaechtig
geleitet nur von einer Hand
Euer Leben fuer Luegen, Untreu und Verrat
eintreib als Pfand…

© Falkin 2005

Kommentare sind geschlossen

Gebet

22. August 2013 05:38 : WortBilder

Gebet

Ich bin Odins
und Odin ist durch mich
in und mit jeder Pore meines Seins
in meinem Blut
in meinem Herzen
in meinem Geist

werde ich durch ihn
und er durch mich
mit meinem Fuehlen
mit meinem Denken
mit meinem Koerper
materialisiert er sich
materialisiert er mich

werde ich geschaffen durch ihn
mein Puls hallt seinen Herzschlag
mein Weg wird geflossen von und in seinem Atem
mein Selbst haeutet sich in den Spiralen seines allumfassenden Seins

schuetze mich
zersetze mich
sterbe mich
belebe mich
heile mich
sei durch mich
in mir
mit mir

Trage mich, Allvater, Goldene Schlange
durch Raum und Zeit
durch die sternenstaubigen Aeonen
endlicher Unendlichkeiten
durch die fliessenden Gezeiten
durch die Gaenge Deiner lichten Dunkelheit
Tanze mich Wuodan
in die Lichterstrahlen Deines Weltenthrons

durch die ewigen Anfaenge und Enden
lass mich Licht werden durch Dein Feuer
auf Deinen Fluegeln fliegen
gebaere mich in Deinen Wassern
und lasse mich aus Deiner Erde auferstehen
lass mich werden, lass mich vergehen
erwecke mich mit und in Deinen Traeumen
und traeume mich in jede Wirklichkeit

Allvater, ich schenke Dir all mein Seelenblut
auf dass es Deine Wunden labe
ich schenke Dir all mein Gedankengut
werde es von Dir getragen
ich schenke Dir diesen meinen Leib
moege er Dir ein Tempel sein

Ich schenke Dir meine Liebe
ich schenke Dir meine Traenen
ich schenke Dir meine Traeume
ich schenke Dir meine Sehnsuechte
ich schenke Dir meine Hoffnung
ich schenke Dir meine Freude
ich schenke Dir mein Licht
ich schenke Dir meine Dunkelheit
ich schenke Dir meine Sinne
ich schenke Dir die Schreie
aus der Tiefe meines Selbst
ich schenke Dir meine Stille
ich schenke Dir meine Ängste
ich schenke Dir meine Haeute
ich schenke Dir meine Zeiten
ich schenke Dir meine Wirklichkeiten
ich schenke Dir meine Pfade
ich schenke Dir meinen Willen
ich schenke Dir meine Leben
ich schenke Dir meine Tode
ich schenke Dir mein Sein

ich gebe das Geschenkte, welches Du mir ueberreichtest
in Deine Haende zurueck
und lebe es in ver-Antwort-ung auf Dich

das was Du mir angedacht
gewesen – zu sein, zu werden
diesen Namen
nehme ich an
und bitte Dich, mir die Kraft zu geben
zu tragen, was mir vorgesehen.

Ich bin vollkommen in Deiner Hand.

Heil Dir!

© Falkin – Valfreyja Odinsdottir, 2003

 

Kommentare sind geschlossen

Ein Sonntag – mit Firebolgodan Tegtuwetteretä auf der Insel im See…

19. August 2013 05:53 : Gespinste

Firebolgodan Tegtuwetteretä, das alte Schlitzohr… “Iss,” sagte er und salbadarte umständlich das Pilzgericht sei von der Großmutter seines Stiefcousins Gattin, deren Haus- und Hof-Hexe. Ich mein, sind wir mal ehrlich, wenn Euch so ein alteingesessener, hartnäckiger, renitenter, mieser Lockenlurchelf erzählte, das Essen sei vertrauenswürdig, Ihr äßet es doch auch, äßen’t ihr? Also eben… So ein schöner Sonntagvormittag, hier auf der Insel im See… und die Pilze haben auch gemundet, also nicht, dass sie es nicht hätten. Sie waren würzig, aber köstlich und etwas bitter und dennoch süß. So im Nachgeschmack. Und dann erst der Wein, den dieser ausgefuchste Lockenlurchenelf auf einmal in seinem Füllhorn unter meiner Nase schwenkte. Oh wie er duftete. Also nicht der olle Trollelf, nein, nein, sondern der Wein… so erdig und wurzeltief, voll feuchter Fruchtbarkeit und Lust. “Nur ein Schlückchen”, stammelte ich und kicherte nach weiteren Schlucken blöd. Bis ich mich verschluckte, als sich meine verschwimmende Sicht klärte und aus den spiralusierenden Farben zwei Gestalten herausbildeten. Ihr könnt es mir glauben, ich kniff die Augen einmal, zweimal zusammen. Schließlich ließ ich sie geschlossen. Das war nicht schlau, denn mit geschlossenen Augen sieht man bekanntermaßen besonders gut. Besonders bei einem Picknick an einem schönen Sonntagmorgen auf der Insel in meinem See. Sachen gibts. Und Firebolgodan, diese olle Elfenkackbratze? Aus dem Staub hat er sich gemacht, aber sein geckerndes Kichern ist jetzt noch zu hören, irgendwo und nirgends echoet es … Manchmal könnte ich ihn wirklich….

Firebolgodan Tegtuwetteretä - ein Sonntag auf der Insel im See...

Firebolgodan Tegtuwetteretä – ein Sonntag auf der Insel im See…

Kommentare sind geschlossen

Wie ich damals Firebolgodan Tegtuwetteretä kennenlernte…

18. August 2013 18:14 : Gespinste

http://vingolf.asatruart.de/wp-content/uploads/2013/08/ft1.jpg
“He, Du,” zischte eine Stimme, die mehr einer Melodie aus rostigem Pfeifen und grellem Quietschen glich.

Müde zwinkerte ich in das gleißende Licht.
“He, Du,” drängelte es nun eindeutig und gleichzeitig griff eine kleine Klaue meinen rechten Arm, umfasste ihn mit unerbittlicher Kraft, die meinen ganzen Körper umschloss, und rüttelte und schüttelte mich.

“Lasst mich alle in Ruhe,” brummelte ich unleidig, wobei die Schlaftrunkenheit mich mittlerweile losgelassen und an eine Art Apathie übergeben hatte. Langsam dämmerte mir, dass ich die Augen ja öffnen wollte, sie indes zusammenklebten wie von Spinnengespinst verwoben. Kläglich meine Bemühung, schlapp meine Hand zu heben. Der Versuch endete in einer zaghaften Bewegung, die sich an der Müdigkeit zerstob.

Ein bösartiges kleines Kichern erscholl und
erhob sich wie von tausend mir unsichtbaren Enden.
Nun reichte es. Entschlossen riss ich die Augen auf
und im selben Moment sicherlich klappte mein Mund auf,
so übermannte mich das Staunen,
auf dass ich glatt die Gepflogenheiten eines Wohlbenehmen vergaß.

Gleißendes Licht brach sich an tausenden von Kristallen, die sich wiederum spiegelten in weiteren Kristallen, ein Meer von pastelligen Strahlen, die miteinander durch Goldfäden verwoben.

“Wo bin ich…,” stotterte ich, als hätte ich mein Hirn am Eingang in diesen Traum abgegeben. Als mir die Blödheit dieser Frage bewußt wurde und schon ein leichter Ärger mich beschlich, kicherte es erneut böse und andauernd.

Entschlossen folgte mein geblendeter Blick der Richtung aus der das Kichern zu kommen schien.
Nichts.
“Zum Piepen,” geckerte es.
“Das ist doch kein Benehmen,” entrüstete ich mich, “Traum hin oder her.”
“Traum hin oder her, Traum hin oder her,” äffte es mich nach.
Mal schien die Stimme näher, dann ferner, plötzlich hinter, auf einmal neben mir zu sein.

Ich schlug nach ihr wie nach einer lästigen Mücke.

Ein glockenhelles Lacheln zerriss meine Hoffnung, den Störenfried vertrieben zu haben. Mühsam rappelte ich mich auf, bemüht mich aus den klebrigen Schlaffäden zu befreien, klopfte silbern glitzenden Staub von meinem kurzen, unschmucken Leibchen, rieb mir die Augen, glättete hastig mit den Händen die Haare und versuchte aufzustehen…
Doch, oh weh, es wollte mir nicht gelingen…

“Sag brav bitte, bitte…” donnerte nun die eben noch so brüchige Stimme mir durch Mark und Bein, wo sie sich sicherlich zehnfach brach und mir über die Synapsen bis in die letzte Pore kroch.

Vergebens riss ich die Hände vor die Gehörgänge und schüttelte den Kopf, denn als nun die Stimme sich erhob, da schien sie direkt aus meinem inneren Selbst zu kommen.
“Meine Götter,” ergriff mich das Entsetzen,” nun habe ich den Verstand verloren.” So schossen mir die Gedanken durch den Kopf und das mittlerweile ängstlich zitternde Herz brach sich tausendfach an den Klippen meines Selbst.

“I-wo”, klang es nun gleichmütig, garnicht mehr donnernd, diesmal eher einer rostig schwingenden Türe gleich,” so schnell verliert Ihr Zweibeinerchen nicht Euer klägliches Bißchen an Verstand. Nun steh schon auf Du dauerliches Dussel.”

Beinahe war es ein Ruck, der mich packte und auf die Beine katapultierte. Schwankend noch im Ungleichgewicht, versuchte ich , eine Hand schützend vor die Augen gehoben, die sich vor mir auftuende, funkelnde Landschaft zu überschauen, sie zu begreifen, zu verstehen, wo ich – verdammt noch mal – war.

Ein kleines Kratzen und Schaben an meinem Knie, verleitete meinen Blick in diese Richtung.
“Firebolgodan, Tegtuwetteretä,” knarzte es.
Verwirrt blickte ich auf die Gestalt, die sich aus einem schemenhaften Nebel zu bilden schien.

“Bitte, was?” stotterte ich, wobei sich die Frage auf die Erscheinung an sich bezog, was diese jedoch falsch interpretierte und beinahe artig, wenn auch mit einem Unterton von Ungehaltenheit stur wiederholte:”Firebolgodan, Tegtuwetteretä.”

Das komische Ding stieß die Worte mit einem gewissen Stolz aus, spuckte sie mir vor mein verwirrtes Selbst und erwartete nun anscheinend eine standesgemäße Erwiderung.

“Ähä,” gab ich zugegebenermaßen nicht sonderlich erfindungsreich zurück.
“Hmmmmmmnja,” bestätigte das Wesen äußerst zufrieden.
So langsam schien sich die Schärfe meines Blickes auf das Ding eingeschossen zu haben, denn nun konnte ich es nach etwas Blinzeln vollkommen klar und deutlich erkennen.

Genaugenommen sah es aus wie ein stehender Lurch. Nun, ein sehr merkwürdiger stehender Lurch, denn dieser stehende Lurch trug einen kleinen blauen mit goldenen Knöpfen und zahlreichen bunt funkelnden Orden versehenen Frack. Seine nackten, dürren Beinchen steckten in kleinen, blauen Stiefelchen, deren Spitzenkappen wie die überdimensional großen Sporen, golden glänzten. Sein kleiner, pockiger Lurchenkopf war umgegeben von einer wallenden, grauen Lockenmähne. Die Lurchennase balancierte stolz ein Monokel und eine der Lurchenkrallen umschloss einen feingeschnitzten Gehstock mit einem geierschnabel-ähnlichen Knauf.

Obwohl ich die Augen öffnete und wieder schloss, den Blick in die Ferne und zurück lenkte, mehrere Seufzer – das komplette Repertoire von verzweifelt bis genervt – an den Äther übersendete, auch bei einem zweiten Hinschauen sah das Ding nicht weniger befremdend aus. Jetzt gerade bemerkte es meinen Blick, putzte weiter hingebungsvoll sein unverändert ölig-beschmiertes Monokel, setzte es auf die Nase und starrte fröhlich zurück.
“Tscha,” stotterte ich mehr aus Verlegenheit und Ermangelung an abrufbaren Gesprächsthemen mit seltsamen, grünen, krummbeinigen Lockenlurchen.
“Tscha,” brummte es zufrieden.
Mittlerweile wurde mir ungemütlich und irgendwie empfand ich es auch als Zeitverschwendung in dieser vollkommen irrealen Umgebung mit diesem in Gänze irrealen Geschöpf zu plaudern.
Mein entnervtes Stöhnen verschaffte jedoch keine Abhilfe.
“Nun,” versuchte ich es vorsichtig, mir der Aberwitzigkeit meines Verhaltens und der Situation bewußt,” ich geh dann mal.”
“Ich geh dann mal, ich geh dann mal,” äffte es aus dem bösartig verzogenen Lurchenmaul.
Giftig blickte ich auf das winzige Ding hinunter.
“Genau,” presste ich hervor, entschlossen, mich nicht provozieren zu lassen.
“Dann geh doch, Du nackthäutige Ausgeburt eines hirnlosen Erdlings,” zeterte der Lockenlurch.
“Das werd ich auch,” wetterte ich zurück und stapfte entschlossen los.
Meinen nach Unten gerichteten Blick riss ich schleunigst wieder hoch, als sich mir unter mir die in unendlichen Farbabstufungen sich eröffnende Unendlichkeit erkannte.
“Ich gehe gerade durchs Nichts,” schoss es mir durch den Kopf und das Entsetzen packte mich jäh und grausam, als ich auch schon den Boden verlor und in die Tiefe stürzte.
Und ich stürzte und stürzte und stürzte und taumelte
und als ich aufkam, irgendwo auf einer Scholle im Nichts,
da echote der Aufprall in jedem winzigen, geschundenen Knöchelchen.

“Na?” klang es gepresst neben mir, “fühlst Du Dich nun besser?”
Dieses Mal fiel das Augenöffnen leicht und resigniert sah ich das grüne Ding neben mir. Es kauerte neben mir, so dass seine spitzen, nackten grünen Knie beinahe seine spitzen grünen Ohren berührten, die sich aus der grauen Lockenmähne wie kleine Hörnchen erhoben.
“Eben hattest Du blaue Stiefelchen an,” stöhnte ich müde und meines Schicksals leid. So, als würde im finalen Grauen die Banalität an Wichtigkeit gewinnen.
“Sehrrrrrrrr richtig,” gurrte es satt zufrieden und setzte direkt hinter her: “Und?”
“Okay,” gab ich ungern zu, um das abstruse Geschehen abzukürzen,”Du hast gewonnen. Wer bist Du, was willst Du?”

“Firebolgodan, Tegtuwetteretä” kam es wie aus der Pistole geschossen.
Nun fühlte ich mich langsam doch etwas auf die Schippe genommen.
“Gut,” konstatierte ich im Aufsetzen,” Du heißt also Firebug Dan Dreckwettertärätä?!”
“Firebolgodan, Tegtuwetteretä,” bestätigte es, wärend es seine breite Lurchennase rümpfte. Jetzt erst erkannte ich die kleinen, grünlichen, wirklich niedlichen Flügelchen, die sich aus der Rückseite seines winzigen, scheinbar maßgeschneiderten Fracks erhoben.
“Ich bin Nana,” versuchte ich die oktruierte und unvermeidbare Bekanntschaft in freundliche Bahnen zu legen.
“Papperlapapp bist Du,” keifte es nun aus dem Lurchengesicht und unwillig wippten die grauen Locken.
“Na,” spottete ich, “dann bin ich es halt nicht, sondern Paperlapapp.”
“Das ist ein Anfang,” erwiderte Firebolgodan Tegtuwetteretä.

Und ganz ehrlich? Das war es auch. Der Anfang einer äußerst bemerkenswerten Freundschaft.

Kommentare sind geschlossen

Aettir – Hagalaz

22. August 2011 18:36 : Farbe & Form

hagalaz-k

Kommentare sind geschlossen

Aettir – Nauthiz

22. August 2011 18:35 : Farbe & Form

nauthiz

Kommentare sind geschlossen

elemental

26. August 2010 19:40 : Farbe & Form

oIIIIo

Kommentare sind geschlossen

crossfire

26. August 2010 19:39 : Farbe & Form

JodHeVauHe

Kommentare sind geschlossen

Hornissen

26. August 2009 19:38 : Farbe & Form

Hornissen

Kommentare sind geschlossen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>